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Rückenschmerzen

Unter Rückenschmerzen werden umgangssprachlich meist Schmerzen im unteren Rückenbereich – auch Lumbago oder Kreuzschmerz – bezeichnet. 80 % der Schweizer Bevölkerung haben einmal im Leben Schmerzen im unteren Rücken, ca. 33 % leiden hier unter dauerhaften Schmerzen. Beschwerden in diesem Bereich entwickeln sich häufiger als an jedem anderen Ort zu einem chronischen Schmerzgeschehen und bedingen damit 15% der Krankenstände und manchmal sogar dauerhafte Arbeitsunfähigkeit. Deshalb ist es besonders wichtig eine Chronifizierung zu verhindern. Länger als 6 Monate bestehende Schmerzen werden als chronisch bezeichnet.

Neben oft unspezifischen Beschwerden, d.h. ohne organischer Ursache, können ernsthafte Auslöser wie Fraktur, Bandscheibenvorfall, spinale Enge, Bandscheibenvorfall, Tumor, Entzündung oder Osteoporose eine Rolle spielen.

 

chronische Schmerzen: Die Rolle des Gehirns

Chronische Rückenschmerzen scheinen nicht allein durch bspw. Bandscheibendegegenerationen oder aus ihnen resultierenden Muskelverspannungen bedingt zu sein. Wissenschaftler der Feinberg School of Medicine (Chicago, USA) untersuchten in einer Studie mittels Kernspintomografie Veränderungen im Gehirn von Patienten, bei denen sich aus akuten chronische Rückenschmerzen entwickelten. Als Vergleichsgruppe wurden Probanden untersucht, die keine Chronifizierung der akuten Rückenschmwerzen erlitten.

 

Das Ergebnis:

Chronische Rückenschmerzen gingen einher mit einer Verringerung an grauer Gehirnsubstanz v. a. in den beiden Regionen der Insula und des Nucleus accumbens. Die erst Region dient der Schmerzwahrnehmung, die zweite der gefühlsmässigen Bewertung. Durch eine Fehlbewertung akuter Schmerzen und ein schädliches “Lernen” des Gehirns gildet sich anscheinend der andauernde Schmerz heraus.

www.aerzteblatt.de 2.7.2012/RN Weiter Informationen

Baliki M, Petre B, Torbey S et al. Corticostriatal functional connectivity predicts transition to chronic back pain. Nat Neurosci 2012; DOI. 10.1038/nn.3153